Rechtschreibkrimi: Kommissar Walter ermittelt

Rechtschreibkrimi "Kommissar Walter ermittelt"Bis in die Sekundarstufe ist die Großschreibung eine der häufigsten Fehlerquellen. Insbesondere die Schreibung abgeleiteter Nomen bereitet Probleme, weil sich Kinder diese nicht wortübergreifend erklären. Im Rechtschreibkrimi „Kommissar Walter ermittelt“ schlüpfen die Kinder in die Rolle eines „Rechtschreibkommissars“. Ausgehend von der Ermittlung in einem Kriminalfall erkennen sie, dass Fehlerschwerpunkte beim Rechtschreiben individuell verschieden sein können, und entdecken zwei wichtige Strategien zur Großschreibung.

Großschreibung anhand eines Kriminalfalls untersuchen und verstehen

Der Autor dieses Materials, Johannes Wild von der Universität Regensburg, hat sich einen schönen Kriminalfall ausgedacht, um Kinder zu  motivieren, sich mit der Großschreibung auseinanderzusetzen. Ein wertvolles Bild wurde gestohlen und es gibt einen Epresserbrief. Alle Verdächtigen müssen ihr Alibi in einem Text angeben. Die kleinen Rechtschreibkommissare analysieren nun die Fehler im Erpresserbrief sowie die Rechtschreibfehler der Verdächtigen, um so dem Täter auf die Spur zu kommen.

Im Verlauf der Arbeit mit dem „Rechtschreibkrimi“ unterstützen die Kinder außerdem Wachtmeister Costra. Der Wachtmeister hat leider auch so seine Probleme mit der Großschreibung. Wenn er Berichte für Kommissar Walter schreiben muss, wird das deutlich.

Zwei wichtige Strategien zur Großschreibung einüben

Zunächst lernen die Kinder die wichtigen „Kommissarmethoden“ kennen. Die muss ein Rechtschreibkommissar natürlich beherrschen: „genau hören“, „genau sehen“ sowie „nachdenken und kombinieren“. Dieses Vorgehen bildet die Grundlage der später vermittelten Rechtschreibstrategien.

Der Autor legt den Fokus in diesem Arbeitsmaterial auf die Nomenendungen sowie die Erweiterbarkeit von Nomen durch Attribute. Das Schöne ist: Diese Strategien erschließen sich in der Arbeit mit diesem Material quasi von allein. Allerdings braucht das schon ein wenig Zeit: 5 bis 7 Unterrichtseinheiten sollte man schon einplanen, um diesen Krimi sorgfältig zu bearbeiten.

Fazit: eine spannende Idee gut umgesetzt

Dieses Material zeigt, wie Rechtschreibung-Üben motivierend gestaltet werden kann. Die Kinder pauken hier nicht einfach, sondern sie denken selbstständig über die (falschen) Schreibungen nach. So können die Kinder nach und nach selbst Methodenwissen aufbauen.

Kleiner Wermutstropfen: Die Schrift auf den Kopiervorlagen ist relativ klein. Daher ist die Arbeit mit dem Material insbesondere für leseschwächere Schülerinnen und Schüler etwas erschwert.

Insgesamt bietet „Kommissar Walter ermittelt“ ausgefeilte Materialen, nicht nur für den Unterricht in der 3. und 4. Klasse, sondern auch für die Förderung von Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS).

Hier geht’s zum Rechtschreibkrimi „Kommissar Walter ermittelt“ (auf dem Schulportal oldenbourg-klick für ca. 5 Euro).

Bildquelle: Screenshot oldenburg-klick.de

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