Peter Marx: Lese- und Rechtschreiberwerb

Peter MarxDieses kompakte Buch von Peter Marx ist für Lehramtskandidaten gedacht, aber durchaus auch zur Auffrischung für Lehrer im Schuldienst sowie für außerschulische Förderkräfte geeignet.
Es liefert einen Gesamtüberblick über den Schriftsprach- und Leseerwerb. Ausgangspunkt ist nicht die Schuldidaktik – also wie Schreiben und Lesen gelehrt werden sollten –, sondern der Schriftsprach- und Leseerwerb aus
 Sicht der förderpädagogischen Ansätze.

  • Im ersten Kapitel werden zunächst verschiedene Prozesse beschrieben, die am Lesen und Schreiben beteiligt sind. Anschließend werden die gängigen Modelle des Schriftspracherwerbs dargestellt.
  • Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den indiviudellen Voraussetzungen zum Schriftspracherwerb. Hier werden auch die bekannten Vorläuferfertigkeiten benannt und  beschrieben und Möglichkeiten zur konkreten Förderung dieser Fertigkeiten benannt.
  • Im dritten Kapitel werden die gängigen Diagnostikverfahren für die Grundschule besprochen, Einflussfaktoren untersucht sowie der Bezug zu Lese-Rechtschreibschwierigkeiten hergestellt.
  • Das vierte Kapitel ist dem Lesen und Rechtschreiben in der Sekundarstufe gewidmet und nimmt auch hier die Auswirkungen individueller Voraussetzunge sowie der Lernumwelt in den Blick.
  • Last not least geht es im letzten Kapitel um den Schriftspracherwerb unter
besonderen Voraussetzungen – bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache, Kindern mit Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung, Kindern mit Hörschädigung sowie Kindern mit unterdurchschnittlicher intellektueller Leistungsfähigkeit.

Fazit

Das Buch bietet eine Fülle von Informationen, ist daher sicher eine Wissenserweiterung zukünftige Lehrkräfte. Die Fülle von Informationen ist allerdings auch ein Schwachpunkt, da hier auf engem Raum doch viele zentrale Themen nur angerissen werden können. So sind etwa die besprochene Testtheorie und die Hintergründe der Diskrepanzdefinition ohne zusätzliche Vorlesung oder Fortbildung für Einsteiger wohl eher nicht zu verstehen. 
Positiv hervorzuheben ist der immer wieder hergestellte Bezug zum sozialen Umfeld und dessen Einfluss auf den Schriftsprach- und Leseerwerb.

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